Chien, Hrones Reswick

 

Strecken mit Ausgleich weisen eine Sprungantwort auf, die sich einem festen Endwert nähern. Solche Strecken enthalten keine offenen Integratoren. Für Strecken mit Ausgleich und Verzögerungen höherer Ordnung haben Chien, Hrones und Reswick einen Satz von Einstellregeln gefunden. Sie unterscheiden einerseits zwischen Führungs- und Störverhalten und andererseits zwischen aperiodischem Übergang und  Überschwingen.

Zur Anwendung dieser Einstellregeln ist die Messung der Sprungantwort der Strecke (ohne Regler) erforderlich.Aus der Sprungantwort werden die Parameter Tu (Verzugszeit), Tg (Ausgleichszeit) und KS (Streckenverstärkung) bestimmt. Hierzu muss die Wendetangente eingezeichnet werden. Die beiden Zeiten ergeben sich aus deren Schnittpunkten mit der Zeitachse. Die Streckenverstärkung ergibt sich aus dem stationären Wert der Sprungantwort und der Eingangsamplitude.